|
Der aktuelle Newsletter Juni 2001
Sehr geehrte Damen und Herren,
der Newsletter der Beschaffungswelt bringt Ihnen
*** ab jetzt alle 14 Tage ***
die wichtigsten Nachrichten und Entwicklungen zum Thema Einkauf
und Internet auf den Bildschirm.
Weitere aktuelle Meldungen finden Sie im Bereich -News- auf www.beschaffungswelt.de
Freundliche Grüße aus Augsburg
Ihr Beschaffungswelt-Team
--------------------------------------------------------------------------------
NEWS EINKAUF & BESCHAFFUNG
Deutsche Post und Lufthansa mit neuem MRO-Marktplatz
Wer liefert Was kooperiert mit AltaVista
BCG-Studie: Konkrete Einsparungen durch E-Procurement, aber steiniger
Weg dorthin
Konzerne lassen Lern- und Testphase bei der Online-Beschaffung hinter
sich
Best Practice: Quaker Oats - E-Procurement gegen Maverick Buying
Deutsche Vizemeister im Online-Kauf
--------------------------------------------------------------------------------
Deutsche Post und Lufthansa mit neuem MRO-Marktplatz
Wenn sich zwei E-Commerce-Schwergewichte wie die Deutsche Post World
Net und die Lufthansa Air Plus zusammentun, um einen Marktplatz
zu gründen, dann Bescheidenheit : "Die neue Welt des E-Procurement"
versprechen beide Partner für ihren gemeinsamen neuen MRO-Marktplatz
Trimiondo, der auch dritten Unternehmen offen steht und allein durch
Prozesskostenreduzierung bis zu 80% Einsparungen beim Bezug von
beispielsweise Büromaterialien, Werkzeugen, Computerzubehör
oder Hygieneartikeln bringen soll. Basierend auf der B2B-Plattform
ProNet der Lufthansa-Tochter integriert die Deutsche Post speziell
zugeschnittene Logistikservices in die Plattform. Als Erstes ist
eine Online-Sendungsverfolgung geplant. Auch für einen ordendlichen
Grundumsatz ist gesorgt. LH und Post wollen pro Jahr Waren und Dienstleistungen
im Wert von mehreren 100 Mio € über Trimondo einkaufen.
Übrigens: Wer seinen Wunschlieferanten im Trimondo-Portfolio
nicht findet kann auch Lieferanten selbst mitbringen. Trimondo übernimmt
dann Anbindung und Katalogaufbereitung.
www.trimondo.de
Wer liefert Was kooperiert mit AltaVista
Die Mutter aller Branchenbücher und die Mutter aller Search
Engines kooperieren. Ganz zum Wohle des Lieferantensuchenden, der
nunmehr bei der Eingabe eines Suchbegriffes in Altavista auch der
Datenbestand von WLW mit abfragen kann. Immerhin 370.000 Firmen
unter 43.000 Schlagworten. AltaVista will damit den steigenden Anforderungen
der Nutzer Rechnung tragen, die die Suchmaschinen auch effektiv
im Beruf einsetzen wollen. WLW verspricht sich von der Allianz mehr
qualifizierten Traffic. Ein ähnliche Kooperation besteht sein
einiger Zeit auch zwischen AltaVista und Yellowmap, einer Datenbank,
die vor allem auf Einzelhandel und Consumer-Dienstleistungen fokussiert.
www.altavista.de; www.wlw.de; www.yellowmap.de
BCG-Studie: Konkrete Einsparungen durch E-Procurement, aber steiniger
Weg dorthin
Die Boston Consulting Group (BCG) befragte 2300 Unternehmen aus
ganz Europa und hat herausgefunden was wir schon wussten: Beim E-Procurement
dauert alles länger als gedacht und es wird teurer als gedacht.
Nur 20 % der Befragten konnten niedrigere Prozesskosten und Einstandspreise
auf der Erfolgsseite verbuchen. Den Hauptgrund für die mäßige
Quote sehen die Unternehmensberater in der häufig anzutreffenden
Halbherzigkeit der E-Procurement-Bemühungen, die grundlegende
Prozessveränderungen innerhalb des Unternehmens, wie das Verlagern
von Einkaufstätigkeiten auf die Bedarfsträger, nicht unterstützt.
Das zweite große Hindernis bilden technische Schwierigkeiten.
Kaum ein Projektverantwortlicher ist sich bewusst, wie dornenreich
der Weg zur Vernetzung der bestehenden EDV mit internetbasierten
Procurement-Anwendungen sein kann und wie anspruchsvoll der Aufbau
eines dazugehörigen Katalogsystems ist. Jetzt die guten Meldungen:
Unternehmen, die diese Hürden überwunden haben, freuen
sich im Schnitt über 30% niedrigere Durchlaufzeiten, um 25%
reduzierte Prozess- und um 16% gesunkene Lagerkosten. Die Bezugspreise
für direkte Güter sanken insgesamt durchschnittlich um
8%, die für indirekte um 13%. Weitere Einsparungen winken,
wenn Unternehmen durch E-Procurement das Problem des Maverick Buyings,
des wilden Bestellens, unter Kontrolle bringen und rabattwirksam
umsetzen.
www.bcg.de
Konzerne lassen Lern- und Testphase bei der Online-Beschaffung hinter
sich
Was bringt E-Procurement den Großen ? Dieser Frage ging die
Münchner Unternehmensberatung Dr. Wieselhuber & Partner
nach. Wegen des Online-Vorsprungs der Großunternehmen gegenüber
den anderen beschränkte man sich auf Unternehmen mit einem
Einkaufsvolumen zwischen 1 und 14 Mrd. €. Resultat: Heute werden
im Schnitt 1-2% über das Internet beschafft. In fünf Jahren
sollen es 40% sein. Unterschiedliche Angaben bei den Einsparungen.
Während bspw. BASF von einstelligen Beträgen spricht,
kommt die Hälfte der Befragten Konzerne auf 10-20%. Preissenkungen
von 30 oder 40%, an die noch vor einem Jahr geglaubt wurde, verweist
man mittlerweile ins Reich der Anfangseuphorie. Kritisch sieht man
auch, dass sich Prozessverbesserungen durch E-Procurement nur dann
in klingende Münze umsetzen lassen, wenn man Mitarbeiter freisetzen
oder anders produktiv einsetzen kann. Die gesamte Studie steht als
Text- oder Powerpoint-Datei zum Download bereit unter
http://www.handelsblatt.com/hbiwwwangebot?fn=relhbi&sfn=artikelzugriff&wert=beschaffung#
Best Practice: Quaker Oats - E-Procurement gegen Maverick Buying
Quaker Oats, US-Riese im Bereich farbig-süßer Nahrungsmittel
(z.B. Gatorade) fand heraus, dass man im eigenen Unternehmen beim
Einkauf nicht die Preisnachlässe realisiert, die ein Unternehmen
mit 5 Mrd.-USD-Umsatz eigentlich haben sollte. Der Grund war schnell
gefunden: Zwar bestanden Rahmenverträge mit vielen wichtigen
Zulieferern, diese waren aber aus unvorteilhafter Position heraus
verhandelt, da über 50% aller Einkäufe an den der Rahmenverträgen
vorbeiliefen. Außerdem monierte Projektmanager Matt Yates
zu viele Lieferanten, zu viele Bestellungen und zu viele nicht-integrierte
DV-Systeme fest. Zusammen mit SAP entwickelte er eine Procurement-Lösung,
die den Problemen zu Leibe rücken sollte. In den ersten neun
Monaten Arbeit mit dem System gelang es Yates, die rahmenvertraglich
relevanten Bestellungen auf 90% hochzufahren, was sich bereíts
kostensparend bemerkbar macht. An das System sind momentan 1000
Mitarbeiter und 26 Lieferanten angeschlossen. Über alle Bedarfsgruppen
kalkuliert Quaker Oats mit Einsparungen von 5-15 %..
www.quakeroats.com
Oranje-Volkssport: Internetsurfen
Beim Surfen nur Mittelmaß, beim Online-Einkauf auf dem Treppchen.
40 % der Deutschen surfen mindestens einmal im Monat im Internet.
Verglichen mit den Briten (55%) und den Holländern (65% !)
ist das nicht viel. Auf Platz zwei der Wertung kommen wir aber,
wenn es darum geht beim Surfen auch Geld auszugeben. 29 % der Deutschen
haben bereits im Internet eingekauft. Nur die Briten kommen da noch
drüber (35%). Insgesamt greifen mehr als 77 Millionen Europäer
mindestens einmal monatlich auf das Internet zurück. Die Zahlen
ermittelte die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in einer
neuen Studie.
www.gfk.de
****************************************************************
Dieser Newsletter ist kostenlos und wurde von Ihnen oder einer
Dritten Person unter der Adresse http://www.beschaffungswelt.de
abonniert.
Sollten Sie am Bezug dieses Newsletter nicht mehr interessiert
sein, senden Sie bitte eine e-Mail an die Adresse
info@beschaffungswelt.de mit dem Betreff "Unsubscribe".
Wir werden Sie natürlich umgehend aus dem Verteiler austragen.
|