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Der aktuelle Newsletter August
Sehr geehrte Damen und Herren,
der Newsletter der Beschaffungswelt bringt Ihnen regelmäßig
auf wenigen Bildschirmseiten die wichtigsten Nachrichten und Entwicklungen
zum Thema Einkauf und Internet .
Heute finden Sie folgende Themen
NEWS INTERNET & EINKAUF
WLAN - Das bessere UMTS ?
Die New Economy kehrt zurück
B2B: XY Integration ungelöst
Deutsche Post World Net eröffnet Transportportal
E-Mails: Im Unternehmen akzeptiert - aber Vorsicht
Automotive Industry doch nicht so weit wie gedacht ?
Freundliche Grüße aus Augsburg
Ihr Beschaffungswelt-Team
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NEWS EINKAUF & BESCHAFFUNG
WLAN - Das bessere UMTS ?
Oje UMTS. Neue Techniken machen die Rentabilität von UMTS immer
fraglicher. Beispiel wLAN (wireless Local Area Network). Dabei werden
mobile Verbindungen mit Hilfe "banaler" Funktechnik aufgebaut.
Vorteile: Simple Technik und keine Lizenzen, die für teures
Geld vom Staat erworben werden müssen. Dazu ist wLAN mit ca.
11Mbit Übertragungsrate etwa 5 mal schneller als UMTS und eignet
sich vor allem für den Aufbau drahtloser Verbindungen im Nahbereich.
Reichweite eines wLAN-Senders ca. 100 Meter indoor und ca. 300 Meter
outdoor. Marktforscher rechnen damit, dass wLAN gerade bei lokal
begrenzten mobilen Netzwerken, wie bspw. auf Flughäfen, Messen
Bahnhöfen, Hotels, Krankenhäusern etc. UMTS Marktanteile
abnehmen wird. Die in den UMTS-Auktionen zur Ader gelassenen Anbieter
drängen nun die Regulierungbehörde darauf, dem drohenden
Unheil staatlichen Einhalt zu gebieten. Einzig Mobilcom stellte
auf der letzten CeBIT eine Pilotanwendung zum Thema vor. Ganz neu
ist die wLAN-Technik nicht. In Deutschland wird sie in der Forschung
bereits seit einiger Zeit verwendet und in den USA haben sich bereits
erste "zivile" Anwendungen etabliert. So bietet die US-Coffee-Shop-Kette
Starbucks in Zusammenarbeit mit Microsoft seinen Gästen einen
Highspeed-Internet-Zugang auf wLAN-Basis an. Über die Erfolgsaussichten
der Technik sind sich die Marktforscher noch nicht im einheitlich
Klaren. Wegen der einfachen Technologie und der geringen Investitionen
lohnt es sich aber, ab und zu ein Auge darauf zu werfen.
Die New Economy kehrt zurück
Medienberichte über Dotcom-Pleiten und Börsenabstürze
hin oder her: Immer mehr Internet-Unternehmen schreiben schwarze
Zahlen. Beispiele: eBay, Expedia, Travelocity etc.. Vermutlich bleiben
das auch keine Einzelfälle, denn in vielen Unternehmen macht
sich der nach dem Versiegen des Venture Kapital-Stromes verordnete
Sparkurs positiv bemerkbar. So verzeichnet der Online-Dienst Webmergers.com
im Juli nur noch 32 Dotcom-Pleiten nach 58 im Juni und 60 im Mai.
Auch in Deutschland stellt sich die Situation nach den Hiobsbotschaften
der letzten Monate in der Tat weniger düster dar als erwartet.
Untersuchungen der European Business School haben ergeben, dass
bisher lediglich 7,7 % der VC-finanzierten Internetunternehmen gescheitert
sind. Die natürliche Auslese neigt sich dem Ende entgegen.
Immer mehr Visionen werden - auch angesichts leerer Kassen - im
Eiltempo in tragfähige Geschäftsmodelle umgewandelt. Auch
von den führenden Marktforschern aus den USA kommen aufmunternde
Zahlen. Weiterhin steigende Internetnutzung, mehr praktische Erfahrung
bei den Anbietern, die Lösung der Sicherheitsfragen und damit
einhergehend die steigende Bereitschaft über das Internet Werte
zu transferieren sind mittelfristig für David Card, Vice President
bei Jupiter Research, die Gründe für den sich abzeichnenden
Erfolg vieler (aber nicht aller) E-Business-Konzepte. Was bedeutet
das für den Entscheider ? Wenn sich der Rauch der Katastrophenmeldungen
verzogen hat, ist die Zeit, um kostengünstig Know how einzukaufen
und die Weichen endgültig zu stellen, denn irgendwann zwischen
Ende 2001 und Mitte 2002 wird sie von den meisten Analysten dann
erwartet: Die 2. eBusiness-Welle
Deutsche Post World Net eröffnet Transportportal
Die Post befördert nicht alles selbst . Die gelben Einkäufer
und Disponenten kaufen Transportkapazitäten für den längerfristigen
Bedarf Laderaum schon heute bei Frachtführern im gesamten europäischen
Raum ein. Bisher geschah dies konventionell per Telefon und Fax
mit dem Nachteil, dass nur eine begrenzte Zahl von Dienstkleistern
in die Verhandlung aufgenommen werden konnten. Über das neue
Portal www.portivas.de will man in Zukunft den Bedarf an europäischen
Landtransporten effizienter und ökonomischer ordern. Schrittweise
soll der gesamte europaweite Frachtverkehr für Brief, Express
und Logistik über die Plattformvergeben werden. Registrierte
Frachtführer können ihre Frachtkapazitäten über
das System allen Post-Disponenten mitteilen. Startschuss für
Portivas ist Anfang Oktober. Die Registrierung für Transportdienstleister
ist ab 1. September möglich.
E-Mails: Im Unternehmen akzeptiert - aber Vorsicht
83% der Unternehmen in Deutschland und Österreich nutzen E-Mail
zur geschäftlichen Kommunikation. Laut einer Studie der Frankfurter
Firma Surfcontrol verbringen Arbeitnehmer bis zu 25% ihrer Zeit
mit der Bearbeitung von E-Mails. Viele haben sich daran gewöhnt
, Post mehrmals täglich abzurufen. 53% überprüfen
sechs mal oder öfter pro Tag ihren elektronischen Briefkasten,
23% tun dies sogar am Wochenende und 42% wollen auch im Urlaub nicht
auf E-Mails aus der Firma verzichten. Unangenehm aber: Zwei Drittel
der befragten Unternehmen mussten sich bereits mit Viren herumschlagen,
die via e-mail Eingang gefunden hatten. Die Europäische Kommission
fand dazu heraus, dass der durch so genannte Spam-Mails (unautorisierte
Werbemails) verursachte Schaden rund 10 Mrd. Euro pro Jahr erreicht
und geht von einer jährlichen Steigerung von 10% aus. Nach
Meinung von Konsumentenschützern tragen E-Mail-Nutzer aber
häufig selbst dazu bei, wenn sie mit Werbe-Mails überschüttet
werden. Consumers International, eine Vereinigung von 263 Konsumentenschutz-Organisationen,
hat 751 kommerzielle Websites untersucht und festgestellt, dass
über 60% davon personenbezogene Daten erheben und die Nutzer
diese anscheinend auch mit leichter Hand preisgeben.
Automotive Industry doch nicht so weit wie gedacht ?
Die Automobilindustrie gilt als Primus beim Einsatz von Internettechnologien.
Nun relativiert eine Studie der PA Consulting Group und des Instituts
für Wirtschaftsinformatik der Universität Frankfurt diesen
Nimbus. 64% der 120 befragten Unternehmen in der Automobilindustrie
aus neun europäischen Ländern haben danach keine (39%),
bzw. keine einheitliche (25%) eBusiness-Strategie. Deutlich - wenn
auch wenig erstaunlich - wird, dass klare Unterschiede sowohl zwischen
Grossunternehmen und kleineren Firmen, als auch zwischen einzelnen
Ländern bestehen. Während der deutschsprachige Raum bei
der Anwendung von eProcurement, Marktplätzen und Supply Chain
Management relativ weit entwickelt ist, hinkt bspw. Frankreich hinterher.
Interessant auch die Gründe für das Fehlen einer eBusiness-Strategie:
58,3% gaben an, dass eBusiness nicht als strategische Maßnahme
betrachtet wird. 14,6% bzw. 10,4% nannten Schwierigkeiten bei der
Entwicklung bzw. Einführung der Strategie. An der fehlenden
Unterstützung durch das Management kann es kaum liegen. Nur
4,2% nannten dies als wichtigen Grund.
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