| Die Explido Studie -
Elektronische Marktplätze für Einkauf und Beschaffung |
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Elektronische Marktplätze:
Unterscheidungsmerkmale |
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Horizontale / Vertikale Marktplätze
Buy-, Sell- oder Beidseitige Marktplätze
Offene und geschlossene Marktplätze |
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| Marktplatz ist ungleich
Marktplatz. Die Realisierungsformen in der Praxis sind momentan
sehr unterschiedlich. Es ist schwer, ein grundsätzliches Modell
zu definieren. Es ist aber möglich, die Punkte zu definieren, an
denen sich die EMs, unterschieden lassen. Aus den einzelnen
Merkmalsausprägungen leiten sich dann fast unzählige
Realisierungsformen ab, für die es in den meisten Fällen auch
bestätigende Beispiele im Internet gibt. |
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| 1.
Horizontale / Vertikale Marktplätze |
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| Je nach dem Produktspektrum
eines Marktplatzes unterscheidet man horizontale und vertikale
Marktplätze. Und je nachdem wie die Struktur der einkaufenden
oder anbietenden Unternehmen beschaffen ist, kann man diese noch
in enge und weite horizontale oder vertikale einteilen
Vertikal und Horizontal kann in zwei Richtungen gelten.
Anbieterseitig stehen horizontale Märkte für viele
verschiedene Produktbereiche, die miteinander wenig zu tun haben.
Vertikale Märkte focussieren dagegen auf einzelne Bedarfsgruppen.
Die Anbieter kommen also weitgehend aus einer Branche
Nachfragerseitig finden sich auf einem horizontalen
Marktplatz Käufer aus vielen Branchen. Auf einem vertikalen
Marktplatz finden vor allem Käufer aus einer Branche.
Auf einen Nenner gebracht: Horizontal bedeutet "mit
Branchenfocus, vertikal "ohne Branchenfocus".
Ausgehend von Grundregel hat sich noch eine weitere
Segmentierung in enge und weite Märkte jeden Typs etabliert:
Breite vertikale Marktplätze
Hierunter versteht man einen Marktplatz, bei dem sich die Käufer
weitgehend aus einer Branche rekrutierenden, auf dem Marktplatz
neben branchenspezifischen Bedarf auch weitere Waren und
Dienstleistungen angeboten werden, die zwar nicht typisch für
Marktteilnehmer aus der Branche sind, aber trotzdem von ihnen
benötigt werden, z.B. Leasing, Büroartikel etc..
Enge vertikale Marktplätze
Eng ist hierbei das Produktspektrum. Der Marktplatz spricht
nachfragerseitig nur eine Branche an und auch anbieterseitig
werden nur branchenspezifische Bedarfe gehandelt wie bspw.
Chemikalien oder Stahlquantitäten. Es handelt sich also um echte
Spezialistenmarktplätze.
Breite horizontale Marktplätze
Bei diesem Modell handelt es sich um Marktplätze, die versuchen,
mit ihrem Angebot viele Branchen anzusprechen und diesen eine
Vielzahl verschiedener Artikel zu bieten. Es ist relativ selten so
anzutreffen, da es fast immer auf einen enorm großen Marktplatz
hinaussteuert, der sich ab einer gewissen Große in verschiedene
vertikale Marktplätze aufspaltet.
Enge horizontale Marktplätze
Relativ enges Produktspektrum und die Ansprache mehrerer
Branchen kennzeichnen dieses Modell. Typisches Beispiel sind die
Büroartikelmarktplätze, die sich auf diese Bedarfe focussieren,
aber alle Branchen ansprechen.
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2. Buy-, Sell- oder Beidseitige Marktplätze |
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Marktplätze mit verkaufsseitiger (Sell-) Orientierung
...werden von Unternehmen einer Branche gegründet, die ihre
Verkaufsaktivitäten verbessern wollen. Diese Unternehmen können
durchaus in einem Konkurrenzverhältnis zueinander stehen. Ziel ist
es nicht, sich Kunden abzujagen, sondern eine Plattform zu
schaffen, auf der die jeweiligen Kunden mit einem schlankeren
Prozess bedient werden können. Dies spart Abwicklungskosten.
Außerdem kann anderen Unternehmen aus der Branche erlaubt werden,
sich dann auf der Verkaufsseite gegen Gebühr zu den Gründern dazu
zu gesellen.
Beispiele:
www.chemfidence.com (Chemie)
www.metalsite.com (Stahl)
www.teccom.com
(Automobilersatzteile)
Marktplätze mit einkaufsseitiger (Buy-) Orientierung
In diesem Fall finden sich mehrere Firmen zusammen und gründen
einen Marktplatz um Einkaufsprozesse effektiver abzuwickeln. In
der Praxis bekommt dieses Modell einen immer größeren Stellenwert,
da die Gründer bereits ein gewisses "Grundrauschen" für das
Einkaufsvolumen mitbringen, was den Markt auch verkaufsseitig
interessant macht. Die beteiligten Firmen kommen häufig aus einer
Branche und sorgen für teilweise respektgebietende Allianzen..
Beispiele:
www.covisint.com (Automobil-Zulieferer)
www.gnx.com
(Einzelhandel, Ketten)
www.meinulm.de
(C-Artikel, Mittelständler regional)
Marktplätze mit beidseitiger Orientierung
Hier finden sich die klassischen Marktplätze, die von
Dienstleitern betrieben werden. Die Dienstleister müssen versuchen
sowohl einkaufende als auch verkaufende Firmen auf ihren
Marktplatz zu bringen damit Geschäft entstehen kann.
Beispiele :
www.portum.de
(Umgekehrte Auktionen)
www.allocation.net (Gebrauchtwaren, Posten)
www.mondus.de
(C-Artikel)
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| 3.
Offene und geschlossene Marktplätze |
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| Im Begriff Marktplatz schwingt an
sich etwas Offenes mit. Trotzdem gibt es im Internet eine Reihe von
Marktplätzen in denen man unter sich bleiben möchte. Der erwähnte
Marktplatz "Covisint", auf dem einige Automobilgiganten einen Teil
ihres Einkaufsvolumens abwickeln ist nur diesen selbst und ihren
Zulieferern vorbehalten. Auch ein offener Marktplatz ist dies
meistens nicht völlig. Restriktionen bei der Aufnahme neuer
Teilnehmer bestehen fast immer. Die Kriterien werden vom Betreiber
des Marktplatzes nach Gutdünken festgelegt. "Selektiv-geschlossen"
wäre vielleicht besser als "offen" im Bezug auf solche Marktplätze.< |
6. Elektronische Marktplätze
integrieren Marktteilnehmer
Viele Elektronische Marktplätze bieten heute
schon Schnittstellen in die betrieblichen ERP-Systeme sowohl beim
Anbieter als auch beim Nachfrager. Dadurch rücken alle drei Parteien
enger zusammen. EMs sind dann nicht mehr nur ein Werkzeug für ein
Unternehmen sondern fast ein Teil von ihm. Geschäftsaktivitäten
wirken sich dann auch ohne Umweg in der ERP des Unternehmens aus und
müssen nicht in irgendeiner Form übernommen werden
Mögliche Auswirkung: Prozesskosten sinken. |
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| Die genannten Punkte beschreiben
generell die Potentiale von Marktplätzen. Die meisten EMs bieten
nicht alle der oben aufgeführten Potentiale. Vielen wollen und
müssen das von ihrem Grundansatz her auch nicht. |
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Definitionen
Potentiale für Einkäufer
Unterscheidungsmerkmale
Verwendete Handelsmodelle
Gebühren und
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